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Wir müssen beten.


Entdecke die Kraft und Schönheit des Gebets in diesem aufschlussreichen Blogbeitrag. Von intimen Gesprächen mit Gott bis hin zu gemeinschaftlicher Fürbitte musst du beten.

Gebet scheint in vielerlei Hinsicht ein Geheimnis zu sein und ist doch so wunderbar einfach. Wie viele andere habe ich das Beten von meinen Eltern gelernt. Unsere Gebete waren oft an Gewohnheiten geknüpft – vor Mahlzeiten, Reisen, vor dem Schlafengehen oder während gemeinsamer Familienandachten. Diese Momente des Dankes und der Fürbitte waren einfach und doch wirkungsvoll. Als ich älter wurde, verschwanden diese gewohnheitsmäßigen Gebete, und mein Gebetsleben wurde mehr nach innen gekehrt. Das Beten bedeutet für mich mehr einfach ehrlich und offen aus dem Herzen mit dem Herrn zu sprechen und ihm zuzuhören, doch primär alleine. In den letzten Jahren habe ich die Kraft des Gebets auf neue Weise entdeckt – nicht nur als offene, intime Unterhaltung mit dem Herrn alleine, was wesentlich ist, sondern auch als freudige Partnerschaft mit ihm, im Gebet für die Dinge auf seinem Herzen für mich, meine Liebsten, meine Gemeinschaft, mein Land und die Welt.


Eine Erwiderung zu Offenbarung

Gebet – wie es in der Bibel beschrieben wird und wie ich es erlebe – hat verschiedene Formen: Es kann Hören und Sprechen, Danksagung, Fürbitte, alleine oder gemeinschaftlich sein. Doch im Kern ist Gebet immer eine Antwort auf Offenbarung. Im Gebet sind nicht wir die Konversationsstarter, sondern Gott. Wenn Gott spricht/sich offenbart (in den vielen Formen und Weisen, wie er es tut), antworten wir im Gebet, sei es in Anbetung, Danksagung, Zustimmung oder Fürbitte. Der Zweck des Gebets ist immer Beziehung, Partnerschaft und Nähe.


Gott, der Herr, tut nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat.” (Amos 3:7 SCH2000)


Gebet ist immer eine Antwort auf Offenbarung

Gebet ist der Weg, in diese Beziehung mit Gott einzutreten. Es ist ein Gespräch, durch das wir uns gegenseitig besser kennenlernen und dann miteinander zusammenarbeiten können. Durch das Alte und Neue Testament hindurch sprachen Menschen mit Gott, hörten ihm zu und erlebten Transformation – sei es in ihrem persönlichen Leben, ihrer Nation oder sogar der ganzen Welt. Ein Beispiel dafür ist das Leben von Daniel, dem eine bestimmte Schriftstelle aufgezeigt wurde. Daniels Geschichte zeigt dies eindrucksvoll: Als er die Schrift las, begann er mit dem Herrn darüber zu sprechen und erhielt mehr Offenbarung, die ihn dazu bewegte, für sein Volk Fürbitte zu leisten. Seine Gebete bewegten den Herrn zur Gnade, veränderte Könige und physische wie geistige Atmosphären und bewahrte die Treuen und Gerechten.


Wir sind für das Gebet geschaffen

Von Anfang an schuf Gott die Menschheit zur Beziehung mit ihm, und das schließt Gespräche ein (1. Mose 3). Selbst nach dem Sündenfall, als der Mensch von Gottes unmittelbarer Gegenwart getrennt war, riefen die Menschen weiterhin den Herrn im Gebet und in der Anbetung an (1. Mose 4:26). Dies führt auch auf unserer Berufung als Könige und Priester im Reich Gottes zurück. Als Priester sind wir berufen zu bewahren (1. Mose 2:15), was bedeutet, dem Herrn zu dienen, ihn zu verehren und für die Welt Fürbitte zu leisten. Als Könige sind wir berufen, sein Reich zu bewahren und zu verwalten (1. Mose 1:26-28). Diese Aufgaben in unserer neuen Identität sind eng mit dem Gebet verbunden: im Gespräch mit dem Herrn, im Dank und in der Anbetung, beim Sprechen seines Wortes zu Menschen, wie es uns im Gebet begegnet, in der Übereinstimmung mit seinem Willen und im Eintreten für andere. Wir wurden nicht nur für eine Beziehung mit Gott geschaffen, sondern er wünschte sich auch Partnerschaft.


Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.” (1. Mose 2:15 SCH2000)


Und Gott sprach: "Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht!” (1. Mose 1:26 SCH2000)


Freundschaft und Partnerschaft im Gebet 

Im Laufe der Geschichte haben Menschen diese Berufung gelebt, wie das Leben Abrahams, Daniels, Esthers und letztlich Jesu zeigt. Alle diese Beispiele verdeutlichen, dass es Raum geben muss für das persönliche Gebet gibt, das Eins-zu-Eins-Gespräch, in dem die primäre Beziehung wächst, und es muss Raum geben für das gemeinsames Gebet, in dem wir ein Gespräch als Familie führen.


“Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.” (Matthäus 6:6 SCH2000)


“Denn wo zwei oder drei in meinem Namen[a] versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.” (Matthäus 18:20 SCH2000)


Das Gebet ist der Ort, an dem die Nähe zu Gott wächst, besonders in der persönlichen Zeit mit ihm. Jesus zog sich oft zurück, um allein zu beten (Lukas 5,16). Wenn selbst Jesus, der eins mit dem Vater ist, dies tat, wie viel mehr brauchen wir es? Aus diesem Ort der Intimität und Freundschaft, wo wir nicht nur sprechen, sondern uns auch Zeit nehmen, zuzuhören, können wir Gottes Herz erkennen, und unser Gebet kann sich von uns selbst hin zu seinem Willen verschieben. Aus dieser Beziehung heraus kann Fürbitte, ein Gebet, das mit dem Herzen und Willen Gottes übereinstimmt, entstehen.


Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden.” (Johannes 15:7 SCH2000)


Der Herr hat entschieden, nicht allein zu handeln, sondern die Menschheit in die Entfaltung seiner Geschichte einzubeziehen – nicht, weil er uns braucht, sondern weil er es will. Aus diesem Grund haben die Menschen Gottes durch allezeit gebetet und ihre Stimmen in Fürbitte und Übereinstimmung mit dem Herrn erhoben. Und durch Jesus, unseren großen Hohenpriester, der uns vor dem Vater gerecht gemacht hat, haben wir die Gewissheit, dass wir uns nahen und vor den Thron der Gnade und Barmherzigkeit treten dürfen, um einfach zu bitten. (Hebräer 4:14-16). Jesus, die Apostel und die Gläubigen im Buch der Apostelgeschichte lehren uns, dass wir beten müssen, dass wir gemeinsam beten müssen und dass, wenn wir beten, sich Dinge zu verändern beginnen.


Unsere einfachen Worte bewegen das Herz Gottes (Hohelied 2:14) und bringen den Himmel auf die Erde. Mit Gebeten, die mit Glauben erfüllt sind, ziehen wir an der Himmelsdecke. Und so sagte Jakobus: Leidet jemand von euch Unrecht? Er soll beten! Ist jemand guten Mutes? Er soll Psalmen singen! Ist jemand von euch krank? Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen lassen; und sie sollen für ihn beten und ihn dabei mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden. Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.” (Jakobus 5:13-16 SCH2000)


Die Bibel Beten

Es gibt eine große Notwendigkeit, dass wir beten, dass wir im Gebet auf Offenbarung antworten und mit dem Herzen Gottes einig werden. Und in dieser Einfachheit des Gebets liegt seine Schönheit. Wir brauchen keine großen Worte oder langen Gebete; Jesus hat uns tatsächlich gelehrt, dies nicht zu tun (Matthäus 6:5-14). Stattdessen können wir die Worte verwenden, die er uns gegeben hat, wie das Vaterunser, die Psalmen und andere aufgezeichnete Gebete oder allgemein das Wort Gottes in unsere Worte fassen. Selbst wenn wir noch keine Offenbarung haben, können wir Verse zustimmend zu Gott sprechen, denn die Schrift selbst ist Offenbarung Gottes. Indem wir dies tun, wissen wir sicher, dass unsere Gebete gehört und beantwortet werden und dass unsere Herzen durch die Kraft von Gottes Wort verändert werden.


Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.” (1. Johannes 5:14–15 SCH2000


damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort,” (Epheser 5:26 SCH2000)


Gebet, ob alleine im Verborgenen oder gemeinsam wie in der Apostelgeschichte immer wieder gezeigt wird (Apostelgeschichte 1,14; 2,42; 4,24-31; 6,4; 9,10; 13,2-3; 14,23; 16,13; 16,16-34; 20,36; 21,5; 28,36), verändert unsere Herzen, die Herzen um uns herum und die Welt. Gebet bedeutet, in die Beziehung mit Gott einzutreten und mit seinem Willen und seinen Plänen für die kleinen, scheinbar unbedeutenden und großen Dinge im Leben und auf der Erde zusammenzuarbeiten. Als unsere neue Identität in Christus, als Könige und Priester, müssen wir ein betendes Volk sein, mit Gottes Wort in unseren Herzen und auf unseren Lippen.


Lasst uns beten.


Wir müssen beten. wir müssen gemeinsam beten. und wenn wir beten, werden sich Dinge verändern.

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