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Paulus' DankGEBET


ein Nahaufnahme von Flammen, die halb verbranntes Holz verschlingen, mit glühenden Kohlen und verkohlten Texturen.

Die Gemeinde in Ephesus entstand aus einer Erweckung (Apostelgeschichte 19) um das Jahr 52 n. Chr. Etwa ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung blieben die Gläubigen dem Herrn in ihrem Glauben und in ihrer Liebe zur Gemeinde treu (Epheser 1,15). Die Früchte von Paulus' Arbeit in Ephesus waren offensichtlich, was ihm Grund gab, dem Herrn für ihren Glauben und ihr Zeugnis zu danken. Für Paulus war das Gebet für die Gläubigen in Ephesus selbst ein Ausdruck der Dankbarkeit (Epheser 1,16; Kolosser 1,3), also er betete, dass sie Gott immernoch mehr erkennen und erfahren mögen.


Aus dieser Dankbarkeit entspringt dieses Gebet des Dankes für die Gläubigen in Ephesus:


“dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst, erleuchtete Augen eures Verständnisses, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung und was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist, was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke...” (Epheser 1:17–19 SCH2000)


Paulus' Gebet für die Epheser lässt sich auf eine einzige Bitte zusammenfassen: dass sie einen Geist der Weisheit und Offenbarung im Erkennen Gottes empfangen mögen. Laut diesem Gebet hat diese Offenbarung drei bedeutende Auswirkungen auf ihr Leben. Diese Auswirkungen führen gemeinsam zu einem Wachstum im Glauben und erzeugen letztlich ein größeres Vertrauen in Gott als das Ergebnis eines tieferen Erkennens von Ihm.


Vater der Herrlichkeit

“dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit” (Epheser 1:17a SCH2000)


Der Ausdruck „Vater der Herrlichkeit“ könnte bedeuten: „Vater dessen, der selbst die Herrlichkeit Gottes ist (Jesus, Hebräer 1,3),“ oder „glorreicher Vater,“ was darauf hinweist, dass die Herrlichkeit, von der Paulus spricht, die Größe der Person Gottes widerspiegelt – das Wesen seiner Ehre und Macht“ (Cohick, L.H.).


Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis Seiner selbst

“euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst, erleuchtete Augen eures Verständnisses” (Epheser 1:17b-18a SCH2000)


Zuvor erwähnt Paulus, dass sie mit dem Heiligen Geist versiegelt worden sind (Epheser 1,13). Sodass er hier nicht darum bittet, dass der Geist erneut zu ihnen kommt, sondern dass sie die Kraft Gottes durch Weisheit und Offenbarung erfahren. Tim Mackie definiert Offenbarung in diesem Zusammenhang als eine Enthüllung, die es ermöglicht, das zu sehen, was nur mit den Augen des Glaubens erkennbar ist: die Erhöhung des gekreuzigten und auferstandenen Messias. Diese Enthüllung ist wie ein Licht, das über die Dunkelheit scheint, wodurch unser innerer Mensch durch die Erkenntnis Gottes erleuchtet wird.


"Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi." (2. Korinther 4:6 SCH2000)


Paulus erklärt in 1. Korinther 2,1-16, dass wir als Gläubige den Sinn Christi besitzen, da der Geist Gottes, der die Gedanken Gottes kennt, sie uns offenbart. Dadurch empfangen wir die Offenbarung, um die Dinge zu verstehen, die uns von Gott frei geschenkt wurden. Das Gebet in Epheser 1 steht damit im Einklang, indem es um mehr Offenbarung Gottes bittet, um zu verstehen, was uns als Gläubigen gegeben wurde: eine Hoffnung, die in unserer Berufung verwurzelt ist, Reichtum, der aus unserem Erbe überfließt, und die Größe der offenbar werdenden Kraft Gottes in unserem Leben.


Die Hoffnung seiner berufung

“damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung (ist)” (Epheser 1:18b SCH2000)


In Paulus' Gebet haben die drei Auswirkungen der Offenbarung Gottes eine Genitivbeziehung zwischen ihren Substantiven. Das bedeutet, dass ein Substantiv als Beschreibung oder Modifikator für ein anderes Substantiv verwendet wird. Zum Beispiel ist im ersten Fall das Hauptsubstantiv „Hoffnung“ und der Modifikator „Berufung“. Paulus betet nicht darum, dass die Gläubigen ihre Berufung erkennen, sondern dass sie die Hoffnung erkennen, die mit ihrer Berufung in Christus verbunden ist.


Die Hauptberufung Israels ist es, ein „Königreich von Priestern“ zu sein (2. Mose 19,6). Durch den Glauben an Jesus Christus, unseren Herrn und Erlöser, sind wir in diesen Berufung hineingebracht worden (2. Timotheus 1,9). Die Realität unserer Berufung hat jedoch eine doppelte Realität: die „jetzt“ und die „noch nicht“. „Jetzt“ können wir mit Gott zusammenarbeiten, um sein Reich auf Erden zu etablieren, indem wir treu an unseren göttlichen Aufgaben arbeiten. „Noch nicht“ ist unser vollständiges Erbe im Himmel aufbewahrt, bis die Fülle der Zeit gekommen ist, in der wir mit ihm für immer herrschen werden (1. Petrus 1,3-5; Epheser 1,13-14; Offenbarung 22,5).


Die Hoffnung unserer Berufung ist in unserem Vertrauen auf das Wort des Herrn verankert, dass er tun wird, was er gesagt hat (Hesekiel 24,14). Biblische Hoffnung ist grundsätzlich mit Gottes Wort, seinen Bündnissen und seinen Verheißungen für die Gegenwart und die Zukunft verbunden. Jeffrey S. Lamp schreibt: „Die Gewissheit der eschatologischen Vollendung von Gottes verheißenem zukünftigen Plan ist das gegenwärtige Vertrauen, die geduldige Hoffnung und das Verlangen, die die Hoffnung der Christen bilden. Diese Hoffnung wird durch die Gegenwart des verheißenen Heiligen Geistes hervorgerufen (Römer 8,24-25).“


"da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes, den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden." (Titus 3:5–7 SCH2000)


The Riches of the Glory of His Inheritance

“was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist” (Epheser 1:18c SCH2000)


Für die zweite Auswirkung ist „Reichtum“ das Hauptsubstantiv, und „Erbe“ modifiziert es. Paulus betet, dass die Gläubigen die Reichtümer ihres herrlichen Erbes erkennen. Gottes Erbe für die Heiligen umfasst, aber ist nicht darauf beschränkt, das ewige Leben, die Erlösung und die verfügbare Macht. Die Reichtümer seines Erbes haben tägliche Auswirkungen auf unser Leben. Der Heilige Geist garantiert unser Erbe, bis wir es erlangen, und in der Zwischenzeit können wir bereits die Reichtümer davon erleben.


Paulus nennt einige dieser geistlichen Segnungen in Kapitel 1, Verse 3 bis 14: Adoption (5), Gnade (6), Erlösung (7), Weisheit und Einsicht (8) und ein ewiges Erbe (11). Geistliche Segnungen, Gaben und Früchte sind Teil des Reichtums, den wir als Erben in Christus bereits jetzt im gegenwärtigen Leben besitzen, während wir auf die Fülle unseres Erbes warten, wenn der Himmel auf die Erde kommt. Dies gibt uns das Vertrauen, weiterhin Gott im Erkennen seiner selbst nachzujagen.


The Immeasurable Greatness of His Power

“was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke” (Epheser 1:19a SCH2000)


Für die dritte Auswirkung ist „Größe“ das Hauptsubstantiv. Als Analogie: Wenn Gottes Macht durch Feuer dargestellt wird, betet Paulus dafür, dass die Gläubigen die Intensität seiner Hitze verstehen. In ähnlicher Weise betet Paulus in seinem zweiten Gebet in Epheser nicht nur darum, dass sie die Liebe Gottes erkennen, sondern dass sie ihre vollen Dimensionen erfassen – die Breite, Länge, Höhe und Tiefe (Epheser 3,18). Ein lauwarmer Christ mag die Macht Gottes aus der Ferne beobachten, aber nur diejenigen, die sich ihm nähern, können wirklich die Intensität spüren, mit der sie brennt.


Paulus betet für eine Ausgießung des Geistes, damit sie die Macht Gottes die Jesus von den Toten auferweckt und ihn in den himmlischen Regionen eingesetzt hat (1,20) erkennen und erleben, und dass er zur Lobpreisung seiner Herrlichkeit führt. Diese erfahrbare Erkenntnis gibt Vertrauen und Zuversicht in den allmächtigen Herrn.


damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft.” (1. Korinther 2:5 SCH2000)


"Groß ist unser Herr und reich an Macht; sein Verstand ist unermesslich." (Psalm 147:5 SCH2000)


Zuversicht durch Glauben

“damit jetzt den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen [Regionen] durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde, nach dem Vorsatz der Ewigkeiten, den er gefasst hat in Christus Jesus, unserem Herrn, in dem wir die Freimütigkeit und den Zugang haben in Zuversicht durch den Glauben an ihn.” (Epheser 3:10–12 SCH2000)


Epheser 3,10-12 gibt uns einen Einblick in das Motiv für Paulus' erstes Gebet für die Gemeinde, das die Leser in sein zweites Gebet in den Versen 16-19 führt. Durch Jesus werden der ewige Zweck und der Wille Gottes etabliert, indem er seine Weisheit durch den Heiligen Geist der Gemeinde offenbart und damit die Gemeinde diese Weisheit weitergibt.


Die Enthüllung der Hoffnung, zu der wir berufen wurden, der Segnungen, die uns gegeben wurden, und der Größe der Macht Gottes, die uns stützt und niemals loslässt, macht die Gläubigen kühn und zuversichtlich durch die Stärkung unseres Glaubens, die durch die zunehmende erfahrbare Erkenntnis des Charakters, der Natur, der Liebe und des Willens Gottes geschieht.


Paulus' erstes Dankgebet ist, dass die erfahrbare Erkenntnis des Vaters in unserem Leben offenbart wird, um unseren Glauben zu stärken und damit der Name des Gottes der Herrlichkeit gepriesen wird.

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