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Gaben: Ein Segen für die Gemeinde


Ein kleines Sträußchen Wildblumen, das von einer kleinen Hand in eine größere Hand überreicht wurde.

Der erste Korintherbrief ist eines der umfassendsten, wenn nicht sogar das umfassendste Buch der Bibel in Bezug auf geistliche Gaben. Im gesamten Brief finden sich zahlreiche Abschnitte, die Unterweisungen zu diesem Thema geben. Die Einleitung liefert Einblicke, warum geistliche Gaben betont werden, einschließlich des Abschnitts, aus dem wir beten.


Die Kultur in Korinth, zusammen mit den umliegenden Städten, war bekannt für ihr Streben nach Philosophie, Wissen und Weisheit, die oft durch eloquente Reden und Lehren zur Schau gestellt wurden. Redekunst- und Rhetorikwettbewerbe waren weit verbreitet, und die Ausbildung in diesen Bereichen war tief in ihrer Gesellschaft verankert. Gott im Wissen darin, segnete die Christen in Korinth auf einzigartige Weise mit geistlichen Gaben besonders in Bereichen wie Rede, Weisheit und Erkenntnis.


Diese Gaben führten jedoch dazu, dass einige Gläubige mit ihren Fähigkeiten prahlten. Sie begannen, die Botschaft des Kreuzes zu entstellen, indem sie sich auf nebensächliche Dinge konzentrierten. Mit anderen Worten: Die Kultur der Stadt drang in die Kultur der Gemeinde ein. Die Gemeinde in Korinth begann, ihren Wert in ihren Fähigkeiten zu suchen, ähnlich wie die säkulare Kultur um sie herum. Dieser Brief ist ein Aufruf, sich wieder auf Jesus zu konzentrieren – den Urheber und Vollender unseres Glaubens und den Geber aller geistlichen Gaben.


Textabschnitt-Analyse

"Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben ist, dass ihr in allem reich gemacht worden seid in ihm, in allem Wort und in aller Erkenntnis, wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist, sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet, der euch auch fest machen wird bis ans Ende, sodass ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus." (1. Korinther 1:4-8 SCH2000)


Paulus ist dankbar dem Herrn gegenüber, dass Gott die Gemeinde in Korinth mit der Gnade Gottes geprägt hat, die nur durch den Glauben an Jesus Christus gegeben werden kann (V. 4). Diese Partnerschaft mit dem Herrn ist offensichtlich. Ihr Leben wurde durch das Zeugnis von Jesus verändert – die Wahrheit des Evangeliums, die ihr Leben beeinflusst hat (V. 6). Auf diese Weise wurde die Gemeinde durch die Gaben des Geistes bereichert, gesegnet und gestärkt (V. 5), damit sie standhaft bleibt. Sie setzen ihr Streben nach der Erkenntnis Gottes fort und warten geduldig auf die Wiederkunft des Königs aller Könige (V. 7). So wie die Bestätigung Christi in ihrem Leben sichtbar ist – teilweise durch die Gaben des Geistes, Heilungen und Wunder – wird Er sie an dem Tag des Herrn als heilig und tadellos vor sich anerkennen (V. 8; Eph 5,27).


„Das Zeugnis Christi, das in euch bestätigt wurde“ ist der zentrale Satz, um diesen Abschnitt und seine Bedeutung für den gesamten Brief zu verstehen. Die Gaben wurden der Gemeinde als Ausdruck ihrer Entscheidung für Jesus gegeben. Sie sind eines der Merkmale eines Christen (1. Petrus 4,10-11). Gaben sind nicht dazu da, um sich zu rühmen (1. Korinther 1,28-29), sondern sie spiegeln das Wirken Gottes in unserem Leben wider. Wenn die Gemeinde ihre Gaben im Einklang mit ihrer Berufung und Kraft einsetzt, sollte dies allein auf Jesus hinweisen. Unser tägliches Leben zeigt anderen das Zeugnis Christi.


"Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung, damit [es geschehe], wie geschrieben steht: »Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn!«" (1. Korinther 1:30–31 SCH2000)


Geistliche Gaben

"So verschieden die Gaben auch sind, die Gott uns gibt, sie stammen alle von ein und demselben Geist. Und so unterschiedlich auch die Aufgaben in der Gemeinde sind, so ist es doch derselbe Herr, der uns dazu befähigt. Es gibt verschiedene Wirkungen des Geistes Gottes; aber in jedem Fall ist es Gott selbst, der alles bewirkt. Wie auch immer sich der Heilige Geist bei jedem Einzelnen von euch zeigt, seine Gaben sollen der ganzen Gemeinde nützen. Dem einen schenkt er im rechten Augenblick das richtige Wort. Ein anderer kann durch denselben Geist die Gedanken Gottes erkennen und weitersagen. Wieder anderen schenkt Gott durch seinen Geist unerschütterliche Glaubenskraft oder unterschiedliche Gaben, um Kranke zu heilen. Manchen ist es gegeben, Wunder zu wirken. Einige sprechen in Gottes Auftrag prophetisch; andere sind fähig zu unterscheiden, was vom Geist Gottes kommt und was nicht. Einige reden in unbekannten Sprachen, und manche schließlich können das Gesagte für die Gemeinde übersetzen. Dies alles bewirkt ein und derselbe Geist. Und so empfängt jeder die Gabe, die der Geist ihm zugedacht hat." (1 Korinther 12:4-11 SCH2000)


"wir haben aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade;" (Römer 12:6 SCH2000)


"Strebt nach der Liebe, doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen; am meisten aber, dass ihr weissagt!Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost." (1. Korinther 14:1-3 SCH2000)


"Wie ist es nun, ihr Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch etwas: einen Psalm, eine Lehre, eine Sprachenrede, eine Offenbarung, eine Auslegung; alles lasst zur Erbauung geschehen!" (1. Korinther 14:26 SCH2000)


Geistliche Gaben werden jedem von uns (mindestens eine) vom Geist Gottes gegeben und gemäß dem Wunsch seines Willens zugeteilt. Diese Gaben sollen begehrt und gewissenhaft genutzt werden, ähnlich wie in der Parabel von den Talenten. Alle geistlichen Gaben und Aufgaben, wie in Epheser 4,11 beschrieben, sollen zum Wohl des Leibes Christi treuhänderisch verwaltet werden.


Die Vielfalt der Gaben im Leib Christi und die spezifischen Gaben jedes Einzelnen führen zur Einheit und Erbauung der Gemeinde. Dadurch bereitet sich die Braut vor: „Die Braut hat sich bereit gemacht“ (Offenbarung 19,7).


"Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe." (Epheser 4:16 SCH2000)


Wie können wir von diesem abschnitt beten?

"Strebt nach der Liebe, doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen;" (1 Korinther 14:1 SCH2000)


Dieser Abschnitt im ersten Korintherbrief ist kein formelles Gebet wie diejenigen in Epheser 1,17-19 oder Philipper 1,9-11. Dennoch bietet er ein Modell, wie man sich durch Gebet mit der Schrift auseinandersetzen kann. Die Bibel ist voll von Aussagen der Wahrheit, und dieser Abschnitt ist eine davon.


Geistliche Gaben unter den Gläubigen in der Gemeinde bestätigen das Zeugnis, die Gegenwart, die Macht und die Autorität Christi im Leib (V. 5-6).

Eine Möglichkeit, wie ich Aussagen wie 1. Korinther 1:5-6 bete, ist, den Satz in Segmente zu unterteilen und ihn in viele erklärende Sätze zu zerlegen, die in derselben Aussage enthalten sind. Fast so, als ob jedes Wort oder jedes zweite Wort ein eigenes Gebet im Kontext der restlichen Aussage hätte.


Was sagt die Aussage? Wie hängt sie miteinander zusammen? Wie bezieht sie sich auf das Publikum? Wie bezieht sie sich auf mich und die Kirche?


Beispiele um von 1. Korinther 1:5-6 zu beten:

  • Bete, dass die Gläubigen in ihren geistlichen Gaben wachsen, zum Aufbau der Gemeinde. (Gaben)

  • Bete, dass die Gemeinde das Bild Christi in ihrem Leben widerspiegelt. (Zeugnis)

  • Bete, dass Christus sich mit Macht durch seine Gemeinde offenbart. (Bestätigung Christi)

  • Bete, dass die Gemeinde mit Zuversicht und Autorität spricht, dass das Geschenk der gesalbten Predigt und Lehre über die Gemeinde ausgegossen wird. (Spezifische Gaben)

  • Bete für eine Zunahme der Gaben und Früchte des Geistes, als Licht für Zeugnis und Erlösung für die Welt, wie geschrieben steht: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ (Zeugnis)

  • Bete für eine Zunahme von Wissen und Verständnis in der Gemeinde durch die Kraft der Schrift, um die Augen der Braut zu öffnen. (Spezifische Gaben)


 

Referenzen:

Craig S. Keener, The IVP Bible Background Commentary: New Testament, Second Edition (Downers Grove, IL: IVP Academic: An Imprint of InterVarsity Press, 2014).

Gordon D. Fee, The First Epistle to the Corinthians, The New International Commentary on the New Testament (Grand Rapids, MI: Wm. B. Eerdmans Publishing Co., 1987).

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