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DIE AUFGABE DES GRÖSSTEN VON EINER FRAU GEBORENEN MANNES

Aktualisiert: 27. Okt. 2024


Ein Mann, der alleine in der Wüste steht und einen größeren Schatten wirft.

Kennst du Johannes den Täufer? Ja, dieser ungewöhnliche Mann, der in der Wüste lebte (Lukas 1:80), ein Gewand aus Kamelhaar trug und einen Ledergürtel um die Hüften hatte, und Heuschrecken und wilden Honig aß (Matthäus 3:4). Johannes der Täufer ist eine faszinierende Figur, und dennoch habe auch ich ihn lange übersehen. Trotz seines exzentrischen Auftretens nannte ihn Jesus – Gott im menschlichen Fleisch – den größten unter den von Frauen Geborenen (Matthäus 11:11).


Vielleicht denkst du bei Johannes dem Täufer nur an den seltsamen Mann, der Menschen taufte und in den Evangelien kurz auftaucht, hauptsächlich bei der Taufe Jesu. Wenn das alles ist, was du über ihn weißt, bist du nicht allein. Auch ich war lange in dieser Situation. Aber es gibt so viel mehr über diesen Mann zu wissen. Johannes war ein Wegbereiter, ein Freund des Bräutigams, und seine Lebensaufgabe bestand darin, den Weg für den Herrn Jesus vorzubereiten.


Johannes selbst sagte: "Ihr selbst bezeugt mir, dass ich gesagt habe: Nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor ihm her gesandt. Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dasteht und ihn hört, ist hocherfreut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. Er muss wachsen, ich aber muss geringer werden." (Johannes 3:28-30 SCH2000)


Vor ein paar Jahren, als ich begann, Gottes sich entfaltende Geschichte und das, was der Herr in dieser Stunde tut, besser zu verstehen – die Schönheit dessen, was noch kommen wird, und auch die Dringlichkeit und Notwendigkeit, zu wissen, was kommen wird –, habe ich angefangen, mich intensiver mit Johannes dem Täufer zu beschäftigen (und ich bin meinem Lehrer für immer dankbar, der nicht aufhörte, über ihn zu sprechen!). Dabei habe ich erkannt, dass Johannes' Botschaft als Wegbereiter auch heute relevant ist: den Weg für Jesus zu bereiten und die Braut Christi auf seine Rückkehr vorzubereiten.


Er (Johannes) sprach: Ich bin »die Stimme eines Rufenden, die ertönt in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!«, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.” (Johannes 1:23 SCH2000, Querverweis Jesaja 40:3–11)


Die Botschaft des Wegbereiters

In Johannes dem Täufer, vielen anderen Wegbereitern und Propheten und letztlich in Jesus sehen wir, dass der Botschafter die Botschaft ist. Eine Botschaft wird durch einen bestimmten Lebensstil geformt und weitergegeben (Johannes 13:35). Also, schauen wir uns das Leben von Johannes dem Täufer an, von dem Jesus bestätigte, dass er ein Wegbereiter war.


"Als aber diese unterwegs waren, fing Jesus an, zu der Volksmenge über Johannes zu reden: (...) Denn dieser ist"s, von dem geschrieben steht: »Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten soll«." (Matthäus 11:7, 10 SCH2000)


Beim Blick auf das Leben von Johannes dem Täufer erkennen wir schnell, dass sein Leben geprägt war von Gebet, Fasten und einer kurzen, aber kraftvollen Zeit des Predigens und Lehrens sowie endlosen Jahren der Jüngerschaft. Johannes' „Ja“ zu Gott war ein „Nein“ zur Welt. Das bedeutet jedoch nicht, dass du physisch in der Wüste leben musst wie er oder dich vollständig von weltlichen Dingen zurückziehen musst. Stattdessen bedeutet es, ein Leben zu wählen, in dem Gott die oberste Priorität hat. Johannes' Einfachheit entsprang seinem Wunsch, mehr von Gott zu haben. Er widmete sich vollständig dem Bräutigam und lebte so, dass sein Leben die Menschen durch Wort und Tat zu Jesus hinwies.


"Er muss wachsen, ich aber muss geringer werden." - Johannes 3:30

Die Botschaft von Johannes dem Täufer war klar. Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe, und der Herr kommt. Auch wenn Johannes vielleicht nicht vollständig verstand, dass Jesus zweimal kommen würde – einmal in Demut und wieder in Herrlichkeit –, wissen wir jetzt, dass Jesus, nachdem er gelebt, gestorben und wieder auferstanden war, zum Vater zurückgekehrt ist. Doch das ist nicht das Ende der Geschichte. Jesus wird wiederkommen, um sein Reich auf Erden vollständig zu errichten.


"In jenen Tagen aber erscheint Johannes der Täufer und verkündigt in der Wüste von Judäa und spricht: Tut Buße,[a] denn das Reich der Himmel[b] ist nahe herbeigekommen! Das ist der, von welchem geredet wurde durch den Propheten Jesaja, der spricht: »Die Stimme eines Rufenden [ertönt] in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben!«” (Matthäus 3:1–3 SCH2000)


Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe, und der Herr kommt.

Wenn Jesus zurückkehrt, wird er sich als König in voller Herrlichkeit offenbaren, als Bräutigam mit tiefem Verlangen nach Beziehung zu seinen Leuten und als Richter mit gerechtem Eifer, alles zu entfernen, was die Liebe hindert. Es wird ein großer und furchtbarer Tag sein (Joel 2:31, Maleachi 4:5).


Jesus, der Bräutigam, König und Richter.

Das Buch der Offenbarung gibt uns ein starkes Bild von diesem Tag: “Nun sah ich, dass der Himmel geöffnet war. Und auf einmal erschien ein weißes Pferd, auf dem jemand saß. Der Reiter heißt »der Treue und Wahrhaftige«, und er kommt als gerechter Richter und führt einen gerechten Krieg. Seine Augen glichen lodernden Flammen, und auf dem Kopf trug er viele Kronen. ´Auf seiner Stirn` stand ein Name, der nur ihm selbst bekannt ist, und der Mantel, in den er gehüllt war, war mit Blut getränkt. Der Reiter hatte noch einen anderen Namen: »Das Wort Gottes«. Ihm folgten, auf weißen Pferden reitend und in reines, leuchtend weißes Leinen gekleidet, die Heere des Himmels. Aus dem Mund des Reiters kam ein scharfes Schwert. Mit diesem Schwert wird er den Völkern eine vernichtende Niederlage beibringen; er wird mit eisernem Zepter über sie regieren und sie den furchtbaren Zorn des allmächtigen Gottes erfahren lassen, indem er sie wie reife Trauben in der Weinpresse zertritt. Und auf dem Mantel des Reiters – dort, wo der Mantel die Hüfte bedeckt – stand noch ein weiterer Name: »König über alle Könige und Herr über alle Herren.«” (Offenbarung 19:11–16 SCH2000)


Unsere Einladung: Den Weg zu bereiten

Der Herr lädt uns ein, mit ihm zusammenzuarbeiten, indem wir unser Leben zu einer Botschaft für die Welt machen. Die Botschaft wird durch unser Leben vermittelt, wenn wir uns entscheiden, nicht für diese Welt zu leben, sondern für Jesus und sein kommendes Reich, uns der Jüngerschaft widmen, den Tag seines Kommens verkünden und im Gebet verharren. 


Der Herr lädt uns ein, mit ihm zusammenzuarbeiten, indem wir unser Leben zu einer Botschaft für die Welt machen.

Es besteht ein großer Bedarf, die Rückkehr Jesu zu verkünden – wie er kommen wird und warum. Die Menschheit muss die biblische Geschichte verstehen, was geschehen wird und warum, sonst könnten wir von weltlichen Erklärungen beeinflusst werden, die zu Angst, Ablehnung oder Täuschung führen können. Aber wenn Gottes Volk die biblische Geschichte versteht, werden wir besser gerüstet sein, die zunehmenden Drangsalierungen auf eine Weise zu verarbeiten, die uns helfen, geistlich zu gedeihen und in Liebe und Frieden zu wachsen. Die Verkündigung und Unterweisung der biblischen Geschichte ist Teil der Vorbereitung auf Jesus, damit noch viele Barmherzigkeit und Errettung finden und die Braut ohne Anstoß bereit ist, weil sie versteht, dass seine Gerechtigkeit und sein Gericht tief in seiner Liebe und seinem Verlangen nach seine Menschen verwurzelt sind.


Seine Gerechtigkeit und sein Gericht sind tief in seiner Liebe und seinem Verlangen nach seinen Menschen verwurzelt.

Paulus' Gebet im Philipperbrief spiegelt dies wider: “Und das ist meine Bitte an Gott: dass er eure Liebe, verbunden mit der rechten Erkenntnis und dem nötigen[h] Einfühlungsvermögen, immer größer werden lässt. Dann werdet ihr ´in allem` ein sicheres Urteil haben und werdet ein reines, untadeliges Leben führen, bereit für den Tag, an dem Christus wiederkommt” (Philipper 1:9-10 NGU-DE)


Wie Paulus können und sollten wir im Gebet verharren. Durch das Gebet nehmen wir an Gottes Plänen teil und stimmen uns auf das ein, was er auf Erden freisetzen möchte. Gebet ist Partnerschaft. Indem wir uns Gott zuwenden – auf ihn hören, sein Wort studieren und seine Gegenwart suchen – wachsen wir im Verständnis seines Herzens. Dies ermöglicht es uns, mit ihm im Einklang zu beten. Die kraftvollsten und wirksamsten Gebete sind oft die einfachsten: unsere Bitten mit dem abzustimmen, was Gott bereits versprochen hat, zu tun, und sein Wort zu ihm zurück zu sprechen.


Und das ist die Freimütigkeit (Zuversicht), die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.” (1 Johannes 5:14–15 SCH2000)


Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden.” (Johannes 15:7 SCH2000)


Gebet ist Partnerschaft.

Gebet ist Teil der Vorbereitung für den Weg des Herrn zu ebnen, oder wie John Piper sagte: „Gebet ist unsere Partnerschaft mit Gott, um die Geschichte zu verändern.“ Es geht nicht darum, uns selbst zu erhöhen, sondern darum, Jesus zu verherrlichen. Durch das Gebet stimmen wir unser Herz und unser Leben auf seinen Willen ab, warten auf ihn und lassen zu, dass seine Absichten uns formen. In dieser heiligen Partnerschaft werden wir daran erinnert, dass nicht unsere Größe zählt, sondern seine, während wir danach streben, ihn bekannt zu machen und zu verherrlichen.


Wenn wir über Johannes den Täufer nachdenken, ruft uns sein Leben zu etwas Größerem als uns selbst auf. Es erinnert uns an das Vorrecht und die Verantwortung, in unserer Zeit Wegbereiter zu sein und den Weg für Jesu Rückkehr zu bereiten. So wie Johannes ein einfaches Leben der Hingabe, des Fastens und der mutigen Verkündigung führte, sind auch wir eingeladen, so zu leben, dass unser Leben auf Jesus hinweist. Seine Botschaft – Umkehr, Vorbereitung und die Nähe des Reiches – bleibt heute relevant, während wir auf den kommenden König warten.


Wir warten auf den kommenden König.

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